Hufpflege für Pferde

Ein Huf, der täglich ausgekratzt wird, hält länger sauber und trocken als einer, bei dem nur vor dem Reiten der grobe Dreck rausfliegt. Das Werkzeug dafür ist simpel, aber nicht beliebig: Ein Haken allein bekommt Sand und Staub aus der Strahlfurche nicht heraus, und eine Bürste allein löst keinen festgetretenen Stein.

Warum eine Bürste am Hufkratzer sinnvoll ist

Der Haken macht die grobe Arbeit. Er holt Steine, Mist und verdichteten Boden aus der Sohle und aus den seitlichen Strahlfurchen. Was danach übrig bleibt, ist feiner Sand und Staub, und genau der bleibt liegen, wenn du keine Bürste dabei hast. Die Rückstände in den Strahlfurchen sind der Ort, an dem sich Feuchtigkeit und Schmutz sammeln. Wer sie regelmäßig auskehrt, sieht auch schneller, wenn sich etwas verändert.

Ein zweiter, unterschätzter Punkt: Erst nach dem Bürsten siehst du den Huf wirklich. Risse, Druckstellen, ein loses Eisen oder ein weicher Strahl fallen auf einer sauberen Sohle auf, auf einer verschmierten nicht.

Kunststoff oder Stahl?

Bei den Borsten setzen sich zwei Bauarten durch. Kunststoffborsten sind weicher, kommen mit Nässe gut zurecht und sind für die tägliche Arbeit am Strahl die schonendere Wahl. Drahtborsten aus Stahl greifen härter, sind für angetrockneten Lehm und für die Reinigung von Hufeisen und Beschlag gedacht, und sie gehören nicht an weiches Strahlhorn.

Beim Haken lohnt sich der Blick aufs Material. Edelstahl rostet im feuchten Stall nicht und bleibt formstabil, wenn du damit einen festsitzenden Stein heraushebeln musst. Ein verbogener Haken aus Weichmetall ist die häufigste Art, wie ein Hufkratzer kaputtgeht. Unser Hufkratzer kombiniert einen verstärkten Edelstahlhaken mit einer dicht besetzten Bürste und einem Holzgriff, der auch mit Handschuhen sicher liegt.

Wie oft auskratzen?

Vor und nach jedem Reiten, und bei Pferden im Stall zusätzlich einmal täglich. Das klingt nach viel und dauert bei Routine keine zwei Minuten pro Pferd. Wichtiger als die Zahl ist die Regelmäßigkeit: Wer täglich auskratzt, merkt Veränderungen am Huf, bevor sie ein Problem werden.

Arbeite von der Trachte zur Zehe, damit du dem Strahl nicht entgegen kratzt, und nimm die seitlichen Furchen bewusst mit. Nach der Arbeit den Kratzer abklopfen und trocken aufhängen, sonst hast du am nächsten Tag den Dreck von gestern am Werkzeug.

Wenn der Huf mehr braucht als Pflege

Für Pferde mit empfindlichem Ballen oder Kronrand gibt es die Infrarot-Hufglocke mit 660 nm und 850 nm. Sie ersetzt keine Hufpflege und keinen Schmied, sondern ist ein Gerät für die Regenerationsphase. Bei Hufrehe, Abszessen oder einer akuten Entzündung gehört das Pferd zuerst dem Tierarzt vorgestellt.

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